Werkbeschreibung
Die skandinavische Chormusik des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts verbindet die romantische Musiksprache mit einem ganz eigenen, unverwechselbaren Klang. Besonders prägend sind farbenreiche Harmonien und chromatische Wendungen, die sich für unsere Ohren speziell und unerwartet anhören.
September von Wilhelm Stenhammar zeichnet ein ruhiges, melancholisches Bild einer herbstlichen Abendstimmung, geprägt von Schatten, einem einsamen Stern und einer träumerisch-verhangenen Natur. Musikalisch bewegt sich das Stück in einem zurückhaltenden, lyrischen Charakter.
Das Kyrie eleison des norwegischen Komponisten Fridthjov Anderssen verbindet einen ernsten, eindringlichen Charakter mit polyphonen und fugierten Abschnitten. Die musikalische Gestaltung entwickelt sich aus kontrastierenden Stimmen und Verdichtungen, wodurch der flehentliche Charakter des Kyrie besonders hervorgehoben wird.
Gaismais Pils (Das Schloss des Lichts) von Jāzeps Vītols gehört zu den bekanntesten Werken der lettischen Chormusik. Das Stück wirkt feierlich und erhaben und entwickelt sich nach und nach zu einem kraftvollen Höhepunkt. Dabei verbindet die spätromantische Harmonik eine klare tonale Grundlage mit farbigen chromatischen Wendungen und ausladenden Klangflächen.
Die Blasorchesterversion dieser Chorwerke ist vielseitig einsetzbar und lässt sich sowohl im Ganzen als auch in Teilen aufführen.